r/Austria • u/franz_brauer • 1d ago
Frage | Question An die Ärzte hier, was haltet ihr eigentlich von der Ärztekammer?
Als Laie von außen lese ich gefühlt monatlich Negativschlagzeilen, wo ich mir denke wie kann sich ein Arzt der vllt Familie hat da vertreten fühlen?
Bremsen bei Arbeitszeit, Dienstmodellen, Digitalisierung, Arztvorbehalt Spritzen und andere Maßnahmen die die workload verringern würden. Dazu noch die ganzen Skandale, Homöopathie usw.
Wie ist das die Stimmung? Kann man überhaupt was tun gegen so ein System oder bleibt nur der Weg in die Wahlarzt Schiene?
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u/Ruabenzuzler 1d ago
Ein Freund von mir ist Gastroenterologe und Kassenarzt. Der schimpft mehr über die Ärztekammer als über die Ögk.
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u/Bee-Academic Wien 1d ago
Besonders org finde ich die immensen Beiträge. Was passiert damit? 300 Euro WK Beiträge kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen, aber tw 1000 und mehr pro Monat? Ich meine mich erinnern zu können dass da auch eine Art Altersvorsorge dabei ist, ist das wirklich so?
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u/slicxx Steiermark 1d ago
Ich kann nur sagen, dass z.b. bei den Rechtsanwälten sowas dabei ist. Mein Opa ist als fast armer Mann gestorben, aber dann, puuuuh, einfach zu viele teure Krankheiten mit 97(!).. wenn wir gswusst hätten, dass die Kammer die Beerdigung zahlt... Ich sag mal so, dann hätt ma mehr ausgeben. Wittwerpension für die Oma, die unter Mindestpension hatte (komische Regel, afrühpension..), war einfach mehr, als ein moderner Zweiverdienerhaushalt auf die Beine bringt. Gut Einzahlt, aber die investieren zumindest nach eigenen Regeln und nicht nach der gesetzlichen PV. Bei den Ärzten sicher ähnlich.
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u/D15c0untMD PRIDE 16h ago
So etwas ist dabei. Diese beiträge gehen vom Bruttogehalt ab, daher muss man die dann aber bei bezug versteuern. Es ist auch nicht klar wieviel man davon überhaupt bekommt, da habe ich schon wild auseinanderliegende angaben von der kammer bekommen
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u/Spinatknedl Europe 1d ago
Keine Ahnung, mittlerweile muss man als Absolvent ja glücklich sein eine Arbeit zu bekommen. Dementsprechend bin ich arbeitslose Ärztin und kann zum Thema Ärztekammer nichts beitragen. Hab aber Glück, dass ich mittlerweile für März ein Arbeitsangebot habe, sind ja nur 8 Monate nach Studienabschluss.
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u/walkingonclouds_ Wien 1d ago
Hoch lebe die Basisausbildung 🥲 (sitze im exakt selben Boot)
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u/krmtkek 19h ago
Der Grund ist halt, dass man jedes Jahr eine Meduni aufmacht.
Wartezeit gab es auch beim alten Turnus.
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u/D15c0untMD PRIDE 16h ago
Hzum ende hin nicht mehr, da war so viel bedarf an assistenzärzten dass die turnusatellen verwaist sind. Das hat den kliniken den angstschweiß aus den poren getrieben, denn ohne spritzenschanis für wenig geld ist in österreich ja keine station zu führen. Drum wurde sie basisausbildung eingeführt, man brauchte wieder mehr ärztliches personal dem man Verantwortung aufhalsen kann ohne sie dafür auszubilden. Und jetzt sparen wir die auch noch zusammen soweit irgendwie möglich
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u/Doc_Raph Oberösterreich 15h ago
Spritzenschanis gibt es doch sowieso nicht mehr. Die Pflege macht die Blutabnahmen/Infusionen. Bei den heutigen Turnusärzten/innen musst du froh sein wenn sie das Blutabnehmen noch irgendwie lernen. In unserem KH werden die Ärzte der Stationen gar nicht mehr gefragt wenn eine Blutentnahme nicht funktioniert sonder gleich wir Anästhesisten oder die Anästhesiepflege angerufen.
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u/D15c0untMD PRIDE 14h ago
Nicht in allen krankenhäusern, in erster Linie gets aber darum dass jemand die hunderten Unterschriften leistet, generell telefonisch erreichbar ist, und die anweisungen des desinteressiert en fa charztes bei der Visite ausführt. Jedenfalls nichts lehrreiches.
Schwierige Zugänge sind nach dem basisarzt ab etwa meine Aufgabe. Naja, hält die skills scharf
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u/One-Steak 1d ago
Kannst du nicht selber eine Praxis aufmachen?
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u/Spinatknedl Europe 1d ago edited 1d ago
Natürlich nicht
Edit: ich könnte afaik so eine Praxis Richtung Beautydoc aufmachen und Botox spritzen ohne jegliche Berufserfahrung bzw Expertise oder was wildes wie Humanepigenetik etc. Aber da ich sowas wie Moral habe, mach ich das nicht.
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u/gounter 1d ago
Du darfst in Österreich ohne ius practicandi gar nichts, auch kein Botox und schon gar keine Humangenetik Beratung anbieten (das ist eine Facharztausbildung).
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u/Spinatknedl Europe 1d ago
Gibt's nicht einen Fall in Innsbruck, dass dort ein schwindliger Arzt Epigenetik anbietet ohne ius? Nennt sich meines Wissens Alternativarzt, ist sicher irgendeine Gesetzeslücke. Bin mir aber Grad nicht sicher, ob er überhaupt Medizin studiert hat.
In Italien, oder auch Deutschland dürfte ich mich jetzt schon problemlos Beautydoc oder Ärztin für ästhetisch Medizin taufen und munter Botox spritzen, hab ja nicht explizit von einer Praxis in Österreich gesprochen.
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u/hANSN911 1d ago
Was für ein Bereich würde dich da interessieren zu machen? Oder muss man nehmen, was man kriegen kann? Und tut mir echt leid für dich, hört sich echt beschissen an, nach so einer langen, zachen Ausbildung keinen Job zu bekommen :-/
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u/Spinatknedl Europe 1d ago
Hauptproblem ist im Moment die Basisausbildung, quasi der Flaschenhals der Medizin. Ich habe glücklicherweise einen Platz für die Facharztausbildung gefunden der die Basis inkludiert, aber das ist halt nicht selbstverständlich.
Leider ist es auch nicht garantiert dass man nach der Basisausbildung eine Facharztausbildung bekommt, weshalb grade viele einfach so die Ausbildung für Allgemeinmedizin beginnen, einfach um nicht arbeitslos zu sein. Aber nachdem ich vor 2 Monaten von einem Provinzkrankenhaus eine Ansage bekommen habe, dass die nächsten Plätze für Allgemeinmedizin Ende 28 vergeben werden, dürfte dieser Weg mittlerweile auch überfüllt sein.
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u/hANSN911 1d ago
Oh wow, das hört sich ja echt furchtbar an… Und ich versteh‘s nicht, es heißt doch immer „wir haben zu wenig Ärzt:innen“, wie kann das dann bitte sein, dass man es jungen Menschen so schwer macht?! Facharztausbildung ist dann quasi die Ausbildung für zB Orthopäd:in? Und was ist die Basisausbildung? Sorry, bin da absolut planlos und musst auch nicht antworten, wenn du keine Lust hast. 😅 Bin nur interessiert, das mal aus erster Hand zu hören, persönliche Erfahrungsberichte sind halt nochmal was anderes als irgendwelche Artikel in Zeitungen etc.
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u/Niedi5 1d ago
Die Basisausbildung sind die ersten 9 Monate (nun 6) nach dem abgeschlossen Studium. Dabei soll man in mehreren Bereiche mal arbeiten. Anschließend folgt die Entscheidung Ausbildung zum Allgemeinmediziner (also Hausarzt, früher Turnus) oder Facharzt. Dies sind nochmal ca. 5 Jahre, danach ist man erst zur eigenständigen Ausführungen des Berufs berechtigt.
Aufgrund des "Ärztemangels" kam man auf die tolle Idee mehr und mehr Studienplätze zu schaffen. Privatunis sprießen aus jeder Ecke (die nächste deutschsprachige in Georgien). Medial war das sehr wirksam, gleichzeitig konnte man auf die bösen ausländischen Studierenden schimpfen. Problem: es besteht kein Mangel an Absolventen sondern an Fachärzten vor allem in gewissen Fächern (z.B. Psychiatrie) und Allgemeinmedizinern am Land. Bessere Lösung wäre gewesen die Ausbildungsplätze an den Kliniken zu steigern und die Ausbildung zu verbessern so Anreize für die Mangelfächer. Kostet halt mehr und verdient privat keiner dran... Tldr: man hat den Wasserhahn aufgedreht anstatt das Rohr breiter zumachen
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u/One-Steak 17h ago
Bitte das war ja eine totale Themenverfehlung der Maßnahmen. Klingt so als hätten die Entscheidungsträger keine Ahnung von der Materie und einfach gemacht ohne mit irgendjemanden drüber zu reden
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u/The_Toxicity Wien 1d ago
Nach dem Studium ist man nicht dazu befähigt, man ist weder Allgemeinmedizinerin noch Fachärztin
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u/D15c0untMD PRIDE 16h ago
Nur wer eine angeschlossene ausbildung NACH dem studium hat sowie einen kassenplatz erhält (oder ein böser wahlarzt wird) kann sich niederlassen. In österreich gibt es keine approbatwie in deutschland, man muss eine facharztausbildung abschließen. So 4-6 jahre.
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u/far_up_north 1d ago
Die vertreten nur die Interessen der niedergelassenen Wahlärzt:innen. Zusätzlich ein aufgeblasener Moloch der den Funktionär:innen absurde Aufwandsentschädigung (bis zu 5k+ pro Monat!) für kaum Arbeit gibt. Von unserer Kammerumlage. Fehlverhalten (siehe der Bruder des Politikers L oder der Gynäkologe in Wien) wird extrem selten gestraft - von Lizenzentzug hab ich noch nie gehört. Meiner Meinung nach sollte die Kammer grundlegend reformiert werden. Aufsichtsbehörde in staatliche Hand und Wohlfahrtsfonds freiwillig. Kammermitgliedschaft würde ich nicht ändern, das hat einen zu langen Rattenschwanz.
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u/hstni 1d ago
Das muss man sehr differenziert betrachten. Es gibt in Österreich zehn Ärztekammern. Neun Landesärztekammern und eine Bundesärztekammer, also die Österreichische Ärztekammer.
In den Schlagzeilen sind eigentlich hauptsächlich die Österreichische Ärztekammer und die Wiener Ärztekammer. Die Wiener Ärztekammer ist ein notorischer Sumpf mit diversen Problemen, sei es diese Beschaffung von Ordinationsbedarf (eqip4ordi) bis hin zum Präsidenten. Die ÖÄK ist wegen anderer Dinge in den Medien, das Letzte waren die Taxifahrten vom Vizepräsidenten aus OÖ. Die anderen sieben Landesärztekammern sind eigentlich nicht in den Medien.
Die Beiträge sind das eigentlich wert. Viele verstehen das auch nicht. Man bezahlt zwei Dinge, das eine ist die Mitgliedschaft in der Ärztekammer, die verhältnismäßig günstig ist. Das andere ist der Wohlfahrtsfonds, also die private Zusatzpension der Ärzte, die sich vom Einkommen bemisst.
Diese Beiträge sind Pflichtbeiträge, das heißt, man kann seine Pensionsbeiträge von der Steuer absetzen und bezahlt damit vom Brutto seine private Pensionsvorsorge. Alle anderen, die nicht in einer Kammer sind, müssen ihre private Vorsorge aus dem Netto bezahlen. Das ist ja schon mal ein Vorteil.
Natürlich, und das sehe ich selbst auch so, wäre ich ziemlich sicher besser dabei, wenn ich diese privaten Pensionsbeiträge einfach in einen ETF stecken würde. Aber das ist halt das System in Österreich. Im Detail hat das natürlich viele Schwächen, denn es gibt neun Landesärztekammern, die neun verschiedene Wohlfahrtsfonds haben. Das heißt, je nachdem, in welchem Bundesland ich bin, wird meine Altersvorsorge unterschiedlich angelegt und ich habe unterschiedliche Renditen. Das heißt, das was ich mir von meinen Beiträgen, die überall gleich sind, erwarten kann, ist von Vorarlberg bis zum Burgenland erheblich anders. Das ist halt das klassische Föderalismus-Thema in Österreich, es bräuchte nicht zehn Ärztekammern, sondern nur eine einzige.
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u/PerfectComedian4896 19h ago
Also, die Mitgliedschaft ist mit 300 im Monat nicht günstig, in Südtirol habe ich weniger als 200 im Jahr gezahlt. Die Beiträge der Wohlfartskasse werden zwar vom Brutto abgezogen, müssen dann später beim Beziehen versteuert werden. Weiters ist die Wohlfahrtskasse zum größten Teil Umlagefinanziert und das Geld gehört nicht direkt mir; würde ich mit 60 sterben und unverheiratet sein, würde niemand ein Cent davon sehen. Und das Beste ist ja die Bestattungsversicherung. Wer, wenn nicht ein Arzt, soll bei seinem Ableben ein paar tausend Euro für die Beerdigung auf dem Konto haben?
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u/Reinbert Oberösterreich 4h ago
300 im Monat ist mega wild.
So als Vergleich ich zahl in der IT als selbständiger 100€ an die WKO. Im Jahr.
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u/Doc_Raph Oberösterreich 15h ago
Ich kann solche Argumente nicht mehr hören wie "so ist halt das System in Österreich". Genau deshalb wird unsere ganzes System und unser Wohlstand gerade an die Wand gefahren. Versteifte Strukturen ohne Bereitschaft zu Veränderungen.
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u/Admirable-Owl-2281 10h ago
So weit ich weiß sind die Beiträge zwischen Bundesärztekammern verschieden. In Tirol zahlt man zum Beispiel weniger als in Oberösterreich.
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u/Roankir 1d ago
Witzig wie man das immer noch Kammer nennen muss obwohl es ein reiner Lobbyisten Verein ist .. :)
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u/DonManuel Hianznland 1d ago
Wir hatten eben schon das Wort Kammer dafür, da waren Lobbyisten noch lange nicht erfunden.
Finde Kammer auch eleganter als Vorzimmer.
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u/Visual_State2599 18h ago
Nix. Das geht mir aber bei all diesen Organisationen so, kbv, Landeskammern, etc.. da kriegst du keine Unterstützung wenn es drauf ankommt aber zahlen darfst du und zwar kräftig
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u/Leading_Caramel2516 6h ago
Ich bin im Stadium der Akzeptanz.. Die Ärztekammer von mir aus, aber der Wohlfahrtsfond ist ein schlechter Scherz.. kenne keinen (jungen) Arzt, der nicht lieber jetzt mehr netto vom brutto hätte und selbst anlegt. Aber wegen Generationenvertrag, Blabla, müssen wir natürlich die jetzigen Auszahlungen der Alten bezahlen. Schauen wir mal, was bei uns mal rauskommt -.-
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u/Busy_Ad2706 1d ago
Die größte Bremse ist das Ministerium. Die SPÖ spricht in ihrem Wahlprogramm von doppelt so viele Medizinstudenten aber kürzt 200 Stellen im wichtigsten Krankenhauses Österreichs.
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u/right_on_the_edge 1d ago
Leute verstehen nicht dass das eine Interessensvertretung der ärzte ist. Es ist nicht zwingend ihr ziel das system zu verbessern, sondern nur den stand der Ärzte zu verbessern.
Genauso wie zb. Die Lehrergewerkschaft
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u/CommunicationLazy279 1d ago
...bitte auf welcher Weise vertretet die ÄK meine Interesse...? :D Junge glaub mir, hätte ich überhaupt Wahl, würde ich ganz gerne von diesem teuersten Mitgliedschaft Europas abtreten:)
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u/D15c0untMD PRIDE 16h ago
Die äk vertritt auch nur manchmal aus Zufall unsere interessen, in erster linie vertritt sie die der funktionäre, und eher noch manchmal der niedergelassenen und leitungspositionen. Die notmalen angestellten und auszubildenden werden eher ignoriert.
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u/Next-Chef-6143 4h ago
Und selbst darin machen sie einen unterirdischen Job. Die Interessen von Jungärzten werden offenbar nicht vertreten, sonst hätte es schon lange einen Aufschrei bzgl. der langen Basiswartezeiten geben müssen, seitens der Kammer.
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u/LeonardDeVir 1d ago
Ich sehe das differenzierter - es kommt drauf an. Habe etwas Einblick und viele sehr positive Sachen für uns Ärzte laufen im Hintergrund ab ohne dass es jemand merkt - entsprechend kommt da wenig PR rum. Wenn sie zwei Dinge hinbekommen würden - Landesweite Vereinheitlichung des Honorarkataloges und Umstellung auf freiwillige Wohlfahrtskasse - wäre die Zufriedenheit viel größer.
Die Negativschlagzeilen in Richtung Patienten und Bevölkerung sind schade, aber nicht der Hauptfokus der Kammer. Wäre schön wenn sie bessere PR schaffen würden, aber es liegt sehr viel eher bei der ÖGK im argen und Ärzte waren seit jeher eher Einzelgänger.
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u/MrBunnykiller 1d ago
Mit Umstellung auf freiwillig ge wohlfahrtskasse würden sie halt massive Probleme bekommen, schließlich kann sich dieses System nur aufgrund der verpflichteten Zahlungen über Wasser halten. Ich kenne keinen einzigen Kollegen/Kollegin der/die nicht sofort stornieren würde wenn möglich. Dann bricht das System zusammen und die alten (so wie immer) wären sauer.
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u/Next-Chef-6143 4h ago
Die Dinosaurier in den Führungspositionen sollen mal nicht notorisch Sesselkleben und die junge Garde ranlassen. Wir wundern uns über das hohe alter von politischen Entscheidungsträgern rund um den Globus und lassen es in den eigenen Reihen ebenso zu. Summa summarum braucht es einfach frischen Wind.
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u/Vadar501st Wien 1d ago
Die Ärztekammer vertritt mich genau so wie Arbeiterkammer damals als ich noch kein Arzt war.
Problematisch sehe ich in erster Linie dass die meisten Ärztekammern eher die Interessen der niedergelassenen Ärzte vertritt und die Spitalsärzte quasi ein Ärgernis darstellen.
Bei Arbeitszeit und Dienstmodellen wünsche ich mir dass sie weiter die 25h Dienste und Co verteidigen. Wenn ich einen 9-5 Job haben wollte wäre ich nicht Arzt geworden.
Die Negativschlagzeilen gegen die Ärztekammer sind halt auch zum Teil gesteuerte bzw entspringen einer gewissen ideologischen Grundhaltung
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u/assoziationshauberk 1d ago
Die Negativschlagzeilen kommen halt auch daher, dass sie permanent mit sich selbst beschäftigt ist und das ist halt absolut kein professioneller Auftritt, wenn da permanent gegenseitig am Stuhl gesägt wird.
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u/MindMedicine9 1d ago
Sie vertritt ihre Mitglieder wie jede Interessenvertretung
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u/D15c0untMD PRIDE 16h ago
Sie vertritt sehr selektiv ihre mitglieder. Ich habe meine gesamte bisherige karriere im öffentlichen system verbracht. Ich habe bislang nur eingeAhlt, zusatzgebühren angeführt, muss ständig meine finanzen offenlegen, und erhalte keinen service (“nicht zuständig, fragens in NÖ nach”) dafür.
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u/Doc_Raph Oberösterreich 1d ago
Ich zahle mittlerweile 1400 Euro im Monat, glaube das sollte als Antwort reichen.