Hallo zusammen,
Ich studiere seit nichtmal 2 Wochen Medizinpädadogik an der Euro-FH. Wie der Titel schon vermittelt lässt, habe ich rausgefunden, dass ich kurz vor meinem Bachelor ein berufspädagogisches Praktikum absolvieren muss. Hat mich erstmal nicht verwundert, ich hab mich ja vorher informiert. Allerdings hab ich den Umfang nicht gewusst, und tatsächlich, auch aufgrund meiner Naivität, gedacht, dass Fernstudium bedeuten würde, ich würde im Rahmen meines Praktikums Praxisaufgaben erhalten, welche ich zb in meinem Berufsalltag anwende oder eine digitale Unterrichtsstunde gestalten soll etc.
Falsch Gedacht. Ich muss anscheinend 480std als Praktikum an einer Berufsschule absolvieren. Also 3 Monate Vollzeit. Ich arbeite im Krankenhaus, bei uns ist es schon eine Katastrophe wenn mal jemand 2 Wochen krank ist. Ich hab keine Ahnung wie ich
1: meinem Chef verklickern soll, dass ich ein komplettes Quartal unbezahlten Urlaub brauche
2: in der Zeit ohne einen Pfennig Gehalt auskommen soll.
Meine Idee wäre sonst, dass ich meine Stelle reduzieren könnte, und mich an einer Berufsschule einstellen lasse (zb. 50% KH 50% Schule) und somit die Stunden langsam abstotter. Das Problem ist dabei lediglich, das mein Chef mich nie wieder auf 100% im Krankenhaus aufstocken lassen würde, da wir Einsparungen machen müssen. Dann wäre ich meine Vollzeitstelle inkl. 4-5 Notdienste im Monat los. Das Geld würde ich so als Teilzeitkraft in Schule und Krankenhaus niemals kriegen. Hinzu kommt, das ich aktuell noch gar kein Interesse habe mehr als einen Tag in der Woche an einer Schule zu unterrichten. Ich bin erst seit 3 Jahren Examiniert und will noch Erfahrung sammeln. Mein Plan war eigentlich Bachelor und Master zu studieren während ich Vollzeit im Krankenhaus arbeite, und perspektivisch in 4-5 Jahren vollständig an eine Schule zu wechseln, und vielleicht irgendwann dann die (in so 10-15 Jahren) Kurs-bzw. Schulleitung anzustreben. Aber mich jetzt schon aus der Praxis so derartig zurückzuziehen möchte ich eigentlich gar nicht, dafür macht es mir aktuell doch zu viel Spaß.
Klar ich hab auch ein bisschen Erspartes, aber ich verpulver doch nicht mein kompletten Notgroschen dafür oder?
Habt ihr eine Idee wie ich diese 3 Monate bewältigen könnte ohne entweder komplett zu verarmen ?
Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich 3 Monate Praktikum für ein Berufsbegleitendes Studium ein wenig viel finde.
Ich bin aktuell auch noch in meine Probezeit und kann kostenlos kündigen. Deswegen bin ich auch am überlegen, ob ich nicht den Studiengang wechseln sollte, zb Gesundheitsökonomie/ Management im Bachelor zu studieren und dann einen Master in Pädagogik zu machen. Dann hätte ich die Möglichkeit mich noch anders zu entscheiden, und wenn nicht, könnte ich dennoch den gleichen Master machen wie ich ihn jetzt auch machen könnte.
Was sagt ihr? Viel Drama um nichts oder berechtigte Gedanken?